Rechtsanwalt Daniel Frühauf
Frankfurt am Main

Aufenthaltsrecht, Ausländerrecht, Visumsverfahren, Staatsangehörigkeitsrecht, Einbürgerung, Beibehaltungsgenehmigung, Wiedereinbürgerung, doppelte Staatsangehörigkeit, Strafverteidigung

Rechtsanwalt Daniel Frühauf

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Staatsangehörigkeitsrecht
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Daniel Frühauf, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht
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113 Kommentare zu “

  1. Sehr geehrter Herr D. Frühauf,

    mein Stiefsohn ist Serbischer Staatsbürger. Er hat in Österreich eine Kroatin mit Österreichischer Staatsbürgerschaft geheiratet.
    Mein Stiefsohn und seine Ehefrau sind nach Frankfurt gezogen wo er sehr schnell einen Aufenthalstitel auf 5 Jahre bekommen hat. Soweit so gut. Jetzt das Problem:

    Vor knapp 6 Monaten haben sich die beiden getrennt nach nur ca. 3 Monatiger Ehe. Seine Ehefrau ist zurück nach Österreich und er ist hier geblieben. Jetzt will die Exfrau die Scheidung.
    Mein Stiefsohn hat vor kurzem hier in Frankfurt einen Vollzeit Job gefunden.
    Welche Möglichkeiten gibt es für meinen Stiefsohn das er hier in Deutschland bleiben darf?

    Mit freundlichen Grüßen
    MS

    • Sehr geehrter Herr Martin,

      grundsätzlich können Drittstaatsangehörige, die mit einem EU-Bürger verheiratet sind
      nach der Scheidung ihr EU-Aufenthaltsrecht verlieren, wobei ein Zwang zur Ausweisung
      nicht besteht.
      Konkret hat der Europäische Gerichtshof entschieden ( Az.C-218/14), dass ein Drittstaatsangehöriger,
      der Ehegatte einer in einem anderen Mittgliedstaat lebenden EU-Bürgerin ist, kein
      Aufenthaltsrecht mehr in seinem Wohnmitgliedsstaat beanspruchen kann, wenn seine Frau
      diesen Staat bereits vor Einleitung eines gerichtlichen Scheidungsverfahrens verlassen hat
      (Richtlinie 2004/38/EG).
      Gleichzeitig bestimmt diese Richtlinie aber, dass im Falle einer Scheidung der Drittstaatsan-
      gehörige unter bestimmten Voraussetzungen sein Aufenthaltsrecht in dem Aufnahmestaat
      behalten darf, wenn die Ehe mindestens 3 Jahre vor Einleitung des gerichtlichen Scheidungs-
      verfahrens, davon mindestens 1 Jahr in dem Aufnahmestaat bestanden hat.
      Da die Ehe Ihres Stiefsohnes bereits nach 3 Monaten gescheitert ist, kann diese Richtlinie
      keine Anwendung finden.
      Dennoch sehe ich für Ihren Stiefsohn insoweit eine gute Chance weiterhin in Deutschland bleiben
      zu können, wenn er einen Aufenthaltstitel zu Erwerbszwecken gem. §18 AufenthG erfolgreich beantragen
      kann.
      Das kann ich von hier aus jedoch nicht überblicken.

  2. Wiebke Broicher sagt:

    Guten Tag,
    unser AuPair Mädchen aus der Ukraine möchte gern im Anschluss an das AuPair-Jahr eine Berufsausbildung zur Zahntechnikern machen. Ist es möglich, dass Sie nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung langfristig in Deutschland bleibt, wenn sie eine Arbeitsstelle findet oder wäre ihr eher zu empfehlen, sich direkt für eine Berufsausbildung für einen Beruf auf der „Positivliste zu bewerben“ bzw. zu studieren?
    Freundliche Grüße
    Dr. Wiebke Broicher

    • Sehr geehrte Frau Dr.Broicher,

      bevor über einen langfristigen Aufenthalt in Deutschland nach Abschluss einer
      Ausbildung nachgedacht werden kann, braucht Ihr AuPair Mädchen eine Aufenthaltserlaubnis
      gem §17 AufenthG zur beruflichen Ausbildung. Hierzu muss grundsätzlich gem §39 AufenthG die Genehmigung
      der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden. Diese wird die Genehmigung nur erteilen, wenn
      der Ausbildungsplatz nicht mit einem Deutschen oder EU- Bewerber besetzt werden kann.
      Ebenso ist eine entsprechende Genehmigung später notwendig, wenn ein Aufenthaltstitel zur
      Berufsausübung gewünscht ist.
      Wesentlich unkomplizierter ist deshalb, sich für eine Berufsausbildung auf der sog.“Positivliste“
      zu entscheiden.

      Für einen Aufenthaltstitel zu Studienzwecken gem. §16 AufenthG gelten andere Kriterien.
      Hier kommt es z.B. darauf an, inwieweit der ausländische Schulabschluss mit einer deutschen
      Hochschulqualifikation gleich gesetzt werden kann, die Sicherung des Lebensunterhaltes muss
      nachgewiesen werden können, ausreichender Krankenversicherungsschutz muss bestehen,
      qualifizierte Sprachkenntnisse müssen nachgewiesen werden…

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich schildere zunächst eine kurze Übersicht meines Lebenslaufs um dann die Frage stellen zu können.

    Ich wurde im Jahr 1985 in Marburg an der Lahn, Hessen in Deutschland geboren und erhielt gleich nach meiner Geburt die griechische Staatsbürgerschaft.
    Im Jahr 2000 schloss ich die Deutsche Gesamtschule mit einem Realschul-Abschluss erfolgreich ab. Kurz darauf später zog ich mit meiner Familie zurück in die Heimat nach Griechenland und leistete ebenso meinen Wehrdienst bereits ab. Seit dem Jahr ??2007?? bin ich Selbständig in Griechenland tätig. Jedoch bin ich seit 2008 mit einem zweitem Wohnsitz in Deutschland gemeldet, da ich Beruflich oft dorthin reise.
    Des Weiteren besitze ich seitdem auch ein Deutsches Bankkonto bis heute.

    Meine Fragen an Sie:
    1) Ich möchte die deutsche Staatsbürgerschaft als 2. Staatsangehörigkeit annehmen. Jedoch weiß ich nicht wie ich das ganze angehen soll und ob ich rechtlich gesehen die Chance auf diese habe? Wenn ja, wie könnte ich vorgehen ? Wenn Nein, wie könnte ich meine Ausganssituation verbessern? Ist meine Selbständigkeit ein Problem in dem Fall?
    2) Nun bin ich zweifacher Familienvater und wäre interessiert daran, meine Kinder in Zukunft auf das Deutsche Institut in Griechenland zu schicken. Besteht die Möglichkeit für die Kinder eine Deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen, wenn ich diese als 2. Staatsangehörigkeit erlangen sollte?

    Mit freundlichen Grüßen

    N. Kel

    • Sehr geehrter Herr K.,

      gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

      Voraussetzung für eine Einbürgerung in den Deutschen Staatsverband ist u.a., dass der
      Einbürgerungsbewerber seit 8 Jahren seinen gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD hat.
      Ein 2. Wohnsitz reicht in der Regel dann aus, wenn sich der Lebensmittelpunkt in Deutschland befindet.
      Ein Indiz hierfür wäre, wenn Sie sich nicht weniger als 183 Tage in Deutschland aufhalten würden.
      Weiterhin wäre zu prüfen, inwieweit ihr früherer Aufenthalt in Deutschland auf die 8 Jahre
      angerechnet werden könnte.
      Grundsätzlich ist das nur dann möglich, wenn der Auslandsaufenthalt nicht auf Dauer angelegt war.

      Da die deutsche Sprache und wohl auch die Sicherung Ihres Lebensunterhaltes kein Problem darstellen,
      könnten Sie Ihre Ausgangslage insoweit zunächst verbessern, indem Sie versuchen Ihren Aufenthalt in
      Deutschland auf annähernd insgesamt ein halbes Jahr auszudehnen.

      Ihre Selbstständigkeit ist kein Problem, im Gegenteil: Wenn ein öffentliches Interesse an Ihrer Tätigkeit
      begründet werden könnte, würde die Chance auf Einbürgerung steigen.

      Minderjährige Kinder unter 16 Jahren können grundsätzlich nur dann mit eingebürgert werden, wenn diese
      3 Jahre in Deutschland gelebt haben.Der Besuch einer deutschen Schule im Ausland wird in der Regel nicht aus-
      reichend sein; auch wenn die Kinder die deutsche Sprache dem Alter entsprechend beherrschen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Daniel Frühauf
      Rechtsanwalt

  4. Sehr geehrte Herr Frühauf,

    meine Freundin (russischer Staatsbürgerschaft, befristeter Aufenthaltstitel, deutscher Wohnsitz) und ich (deutsche Staatsbürgerschaft, noch deutscher Wohnsitz, bald bulgarischer) würden gerne wissen, inwiefern eine Ehe (keine „Zweckehe“) vonnöten ist, um zusammen im EU-Ausland leben zu können.

    Ich möchte bald meinen Wohnsitz in Bulgarien anmelden, da ich hier Vollzeit als Freiberufler mit einer deutschen Firma arbeite. Inwiefern beschränkt der ausländische Wohnistz unsere Fähigkeit nach deutschem Recht zu heiraten? Des Weiteren, wird ihr Aufenthaltstitel (der im September 2018 in einen unbefristeten übergehen kann) durch den Auslandsaufenthalt, trotz Ehe, gefährdet sein?

    Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Zeit und Ihre großzügige Bemühung auf dieser Webseite.

    Mit besten Grüßen
    Mario Lars

    • Sehr geehrter Herr L.,

      gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

      Auch wenn Sie Ihren Wohnsitz im Ausland haben, können Sie als Deutscher Staatsbürger nach deutschem Recht heiraten.
      Zuständig ist dann ein entsprechendes Standesamt in Berlin.

      Wenn sie mit Ihrer russischen Freundin verheiratet sind und in Bulgarien leben, wird sie eine nach EU- Recht ausgestellte
      Aufenthaltskarte erhalten.
      Sind sie nicht verheiratet und hält sich Ihre Freundin länger als 6 Monate nicht mehr in der BRD auf, wird ihr
      bisheriger Aufenthaltstitel erlöschen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Daniel Frühauf
      Rechtsanwalt

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